Unnatürliches
Wilder Burgbesucher…?
unser Eislieferant der Firma Schöller traute seinen Augen nicht,- als er gerade die Lieferung durch das innere Burgtor mit seiner Sackkarre brachte, stolperte ein junger Hirsch oder eher ein Reh den Turmaufgang herunter. dieses Reh wollte wohl auf dem Aussichtsturm auch einmal die Gegend von oben geniessen. Erschrocken wichen beide zurück,- der Eislieferant und das Reh. Der Eislieferant lieferte dann ein wenig bleicher als sonst seine Eislieferung ab und das Reh lief in den Burgkeller. Um sich abzukühlen oder vom Schreck zu erholen, wer weiss?


die Jäger unter meinen Lesern werden wohl wissen, ob es sich um ein Reh oder eine Hirschkuh handelt, bitte um Nachsicht und Nachricht.


hier blieb er (es) bis ca. 16.30 Uhr regungslos stehen, dann lieferte die Fleischerei Maier das bestellte Fleisch und dies muss wohl einen Fluchtreflex in dem Tier ausgelöst haben, vorausgesetzt,- es konnte lesen.

die Treppen raufgehetzt….

und zum Burgtor hinaus in die Freiheit…war die Devise,-

vorbei am Burgdrachen, -der hat´s wohl nicht gesehen, hinein in den nahen Stadtswald…

ganz rechts hinten sehen sie es noch, wie es flüchtet…,-wird wohl so bald nicht mehr kommen?
Ps.: Nachdem das liebe Vieh das Weite gesucht hatte, ging ich noch einmal in den Keller, wo es vorher ca. 3 Stunden unfreiwillig verbracht hatte, und siehe da,- da war er,- der Wildschaden. Die Steintreppe, immerhin mindestens 700 Jahre alt, - war vollgepisst (volluriniert) und vollgeschissen,- auch noch Dünnpfiff,- wahrscheinlich wegen der Aufregung,- roch nicht gerade nach Channel Nr. 4711. Und nun frage ich mich als gelernter Kärntner,- wer zahlt mir diesen Wildschaden? Oder wer macht das weg? (Dreimal dürft ihr raten…)
Bis demnächst,- Luk.
Unsterblichkeit????

laut demZukunftsforscher Ray Hammond,- werden die Menschen zukünftig, (wann immer diese Zukunft sein mag), - ewig leben. Beziehungsweise,- der Mensch wird unsterblich? Das wird ein Spass. Stirbt zum Beispiel ein erst ca. 500 Jahre altes Familienmitglied, dann klagen die Angehörigen über diesen frühen Verlust?? Und ein 1000 Jähriger nimmt sich a Junge 600jährige als Geliebte und umgekehrt..?? Ein verurteilter Mörder bekommt lebenslänglich..???? Ein 6000 Jahre alter Mann sagt zu einem 968 jährigen „Jüngling“,- „du Rotzpip´n,- lern´ z´erst amol wos gscheit´s“!! usw.
Ja, die Zukunft kann kommen, das wird ein Mordsspass.
„Unsterblich verliebt“,- bekommt eine völlig neue Bedeutung,- oder „auf ewig einander verbunden“…??
Oder eine Mutter schimpft mit ihrer 756 jährigen frühreifen Tochter: Hiaz sog i schon seit 320 Johr, raum amol dei Zimma zomm,- wonn des nit bold gschicht, sog i´s dein Votan, (Tate),- nocha host die nächsten 250 Johr Hausarrest…???
Ja,- Jahre hätte man zum „Saufiattan“, …und damit diese Beispiele nicht „ewig“ so weiter gehen, hör´ i jetzt auf. Doch etwas beschäftigt mich dann doch noch,- wann geht man in der Ewigkeit in den wohlverdienten Ruhestand? Und wo leben dann all die unendlich vielen ewig lebenden Rentner? Auf einem fernen Planeten namens Mallorca Nr.15 oder wo?
Bis demnächst, Euer blutjunges Bürscherl Luk.
Ps.: Irgendwie beruhigt mich dann doch meine „Endlichkeit“.
Schwerstarbeiter Osterhasen…
der Job als Osterhase in der Alten Burg ist einer der schwersten. Viele ehemalige Hasen sind schon lange in Pension, einige in Entzugsanstalten und auch der diesjährige Osterhase hatte schwer zu kämpfen, den Kindermassen und deren Erziehungsberechtigten die SchokoEier anzudienen.

Es fängt wie immer ganz harmlos mit der Maske an…

ein bisschen Rouge hier ein bisschen die Nase pudern da und fertig ist der Osterhas.

dann geht es ans Geschenke verteilen, an groß..

und an klein, das muss so sein.

ein kleiner Schluck zwischendurch, ja so fängt es an..

ein Zigarettchen angezündet…ja und dann, - kommt es wie es kommen muss

der Osterhas´ fällt um zum Schluss. Neben ihm die SchokoEier, es ist jedes Jahr die selbe Leier.
Und hier noch einmal ein kleiner Rückblick auf das harte OsterhasenLotterleben in der Burg.

hier das endlose lange warten auf die Kinder, - ja wo laufen sie denn…..

ab und zu muss man den Hasen wieder die Löffel gerade biegen

damit sie bei den lieben Kleinen wieder einen guten und seriösen Eindruck hinterlassen…

Osterhasen sind auch sehr gesellige Wesen, - in der Runde blühen sie förmlich auf und erzählen sich so manchen Schwank aus ihrem bewegten Osterhasenleben

bei Damen allseits beliebt, ja manchmal können sie sich sogar vor sexuellen Übergriffen nicht erwehren, wie ihr am unteren Bild unschwer erkennen könnt. Ja, - Osterhasen verdienen ihre frühe SchwerstarbeiterRente wirklich, ein unglaublicher Verschleiss der Hinterläufe und Löffel.

Bewerbungen für den Osterhasen 2011 werden ab sofort angenommen. Wir wünschen all unseren Osterhasen alles Gute auf Ihrem weiteren Lebensweg und das sie darüber einigermassen unbeschadet hinwegkommen. Nur harte Hasen kommen durch,- so ist das Leben eben.
Bis demnächst,- Luk.
Feuer……!
vor mir eine Feuerwand,- hinter mir der Waldesrand..

wohin sollt´ ich mich wenden….

sollt´ ich hier nicht verbrennen…..

da renn´ ich nun,- ich armer Tor,- die Feuerzungen schlagen empor…

..lecken an meinen Füssen,- als müsst´ ich vieles büßen….

so schnell bin ich noch nie gerannt,- am Ende war ich ausgebrannt!

Ja,- das Fliehen vor der Feuersbrunst,- ist wahrlich Überlebenskunst!
(Dieses Erlebnis ist natürlich nur fiktiv, aber es reimt sich so schön und ausserdem tolle FeuerFotos, nicht wahr?) War nur ein mittelgroßes Lagerfeuerchen.
Bis demnächst und nicht vergessen, am Freitag, 26. März ist BurgSaisonEröffnung mit Kabarett!
evolutionärer Nachtrag….
wollte zu meinem letzten Artikel noch einen kleinen evolutionären Nachtrag schreiben. Denn, da,- wie bereits erwähnt, - die Weltmeere voller Plastikmüll sind, muss auch die Evolutionsgeschichte neu geschrieben werden. Fürchtet Euch nicht, - Mutter Natur kennt immer einen Ausweg aus diversen Sackgasse. Erleben Sie nun mit mir die Evolution der Meerestiere im Zeitraffer:

Am Anfang war der Quastenflosser, na ja, ganz am Anfang nicht, aber der Urknall war schon lange vorbei, -die Erde bestand auch schon eine Weile und war voller schlecht schmeckender Ursuppe. Hat auch keiner gegessen oder getrunken, - außer eben diese Quastenflosser. Und dann, - weil nahrhaft war sie schon, -die Ursuppe, - ging alles ganz schnell….

…..aus den Quastenflosser, -die ja eher eine langsamere Schwimmtechnik hatten, entwickelten sich schon höhere Fischarten, wie zum Beispiel der Urhai, - der schwamm schon wesentlich schneller und ihm schmeckte auch die Ursuppe nicht so richtig, hat er dann halt die Quastenflosser gefressen, die schmeckten aber auch nicht gerade köstlich, eher etwas modrig.

Danach entwickelten sich die Spassfische, die sahen ganz lustig aus, ziemlich bunt, manche auch nicht ganz stromlinienförmig gebaut, aber die Evolution scheisst sich ja meist nichts und bringt halt unzählige Formen auf den “Weltmarkt”. Die Besten werden sich schon bewähren, denkt sie sich immer und denkt sich weitere Formen aus….

wie zum Beispiel diesen eleganten Hai. Der Porsche unter den Fischen sozusagen, ein wahrhaft schneller Schwimmer. Als Antrieb dient ihm seine kräftige Schwanzflosse, da hat sich die Evolution schon was feines ausgedacht. Und bald darauf folgten die Delphine, -die stattete die Evolution mit einem größeren Gehirn aus, so dass sie dann Kraft ihrer höheren Intelligenz zur Erbauung der Menschen in Aquarien und anderen Wassergefängnissen “artgerecht” gehalten werden konnten und Kunststücke vollbringen konnten.

Und nachdem das zur Zeit von der Evolution am höchsten entwickelte Wesen, -der Mensch,- kraft seiner Intelligenz genügend Plastikabfälle in die Weltmeere gekippt hat, -blieb der Evolution nichts anderes übrig, übrigens auch ganz schön intelligent gedacht von der Evolution,- als die nun zur Zeit höchste Fischform zu entwickeln. Das sind sie nun,- “State of the Art”!

Mahlzeit und guten Appetit, liebe Menschheit. Diese neue Fischart ist sehr robust und lässt sich leicht halten, allerdings machen sie keine Kunstücke, -aber wer weiß, -vielleicht bastelt die liebe gute alte Evolution schon an einer neueren, intelligenteren Art dieser Fische, zur Rettung unserer Weltmeere.
Bis demnächst,- Luk.
BurgWinter hält an…..
ist ein schöner Winter dieses Jahr. Das Jahr 2009 fing ja schon gut an. Es gab einen Frühling, einen tollen Sommer, einen passablen Herbst und der prognostizierten Erderwärmung zum Trotz, - einen bis jetzt andauernden winterlichen Winter mit richtigem echten Schnee, und es schneit weiter, - außer in Kanada, da wo die olympischen Spiele beginnen sollen. Dort ist es warm???
Ehrlich gesagt mache ich mir weniger Sorgen bezüglich einer Klimakatastrophe, - mich ärgert mehr, - dass es in den Weltmeeren einen fast schon kontinentgroßen Müllberg mit Plastikabfällen gibt. Der schwimmt da so herum, bringt Fische um, -Vögel fressen die Fische mit Plastik, -das Plastik bleibt in ihren Mägen unverdaut liegen, die Vögel verhungern dann bei vollem Magen sozusagen, -ist dies nicht pervers? Vielleicht sollte man bei den Klimakatastrophengipfelgesprächen erst einmal beschliessen, diesen PlastikScheisshaufen aus dem Meer zu entfernen. Im Meer sind doch unsere Nahrungsmittelreserven und aus dem Meer kommen wir doch her? (Früher hieß es Ursuppe). Aber genug der pessimistischen Worte,- ich lass nun Bilder folgen vom schönen Winter, weil die ersten Frühlingsboten scharen schon in den Erdlöchern….bzw. hinter einer VollwärmeEisschutzschicht,- wie dieses Burgmauerngewächs..







Bald sind die Burgtore wieder geöffnet, -also bis demnächst und noch einen schönen Winter. Luk.
auf den Spuren der Wikinger…
…ja auch im Winter ist der Burgwirt nicht ganz untätig, gibt sich nicht voll und ganz dem Winterschlaf hin, sondern wandert so durch seine Heimatgemeinde, auf Spurensuche oder sonstiges. (Eigentlich nur um die Natur zu spüren und genießen,- um Eindrücke zu sammeln und speichern, um sie im Sommer hinter der Theke geistig abrufen zu können, -weil da kommt man ja nicht raus in die Natur…)

hier ein Höhle mit Eiszapfenvorhang, dahinter wahrscheinlich schlafende Eisbären und die soll man ja bekanntlich nicht wecken.

aber die Neugierde trieb mich doch hinein in die Höhle, aber da war nur ein “Eishund” und der sah nicht gerade ausgehungert aus, also ließ ich ihn am Leben und verzehrte ihn nicht und wenn er nicht gestorben ist, dann begleitet er mich noch heute bei meinen Wanderungen…

Dann zog ich weiter “bergwärts”, - vorbei an der prächtigen Winterlandschaft…..

da,- wo einst noch Wälder standen. Und dann sah ich es,- vom ewigen Eise befreit und “Aussageapert”, das ist ein Maltinger Wort und bedeutet so viel, wie vom Eise befreit.. ein Wikingerschiff,- äh Boot, -aus Maltaberger Lärche gebaut, bzw. geschnitzt. Eine kleine Sensation. Also stammen die Maltaberger doch von den Wikingern ab. Wo sich diese wildenKerle überall herumgetrieben haben, das ist schon sensationell und erklärt auch einiges, wie z.B.: die noch immer latente Wildheit der Maltaberger..

ein schönes Boot, nicht wahr?

hier wird gerade ein Baumstamm von der “Zivilisation” in den Würgegriff genommen….

hier prallen zwei “Zaunkulturen” zusammen, ein sogenannter “Clash of the Fences”. Heavy Metal trifft auf Holz!!

und hier sieht man noch ganz deutlich aus höherer Perspektive, es gibt noch viele weisse Flecken im Maltatal. Also werde ich meine Wanderungen fortsetzen, es gilt noch viel zu entdecken.
Bis demnächst,- Luk.
Olfaktorischer Super Gau…
oder Psychoterror für die Nase? Meine Frau Ula hat in einer Therme ein paar Wohlgerüche vernommen, und hat in Anlehnung daran auch gleich so ein Fläschchen Duftöl,- Geschmacksrichtung Granatapfel samt den duftverbreitenden Stäbchen darin gekauft und bei uns zu Hause platziert. Da ich dies ja nicht wusste, dachte ich die ganze Zeit, - was stinkt da so erbärmlich wie Speibe (D: Kotze) im Haus? Bewaffnet mit einem nassen Fetzen (D:Aufwischputzlappen oder so) suchte ich im ganzen Haus nach Spuren einer Erbrechung. Da wir ja stolze Hund und Katzenbesitzer sind, und in der vorweihnachtlichen Zeit allerhand Kekse und so Zeugs rumliegt, - könnte es natürlich sein,- so dachte ich bei mir mit diesem unangenehmen Geruch in der Nase,- dass sich ein Viech derart überfressen hatte, und dieses Zuviel des Guten irgendwo deponiert hat. Ich suchte und suchte und schnüffelte im ganzen Haus herum, und erst ganz spät entdeckte ich das Corpus Delicti in Form eines kleinen unscheinbaren Fläschchens auf einem Schrank. Daraus ragten mindesten fünf duftleitende Stäbchen heraus und verbreiteten ganz ungeniert den Duft des angeblichen Liebesapfels??? Granatapfel ist schon passender, den dieser Duft (Gestank) ist wirklich eine Granate von Zumutung.
Darauf angesprochen, versprach meine Frau Ula, das nächste Mal eine andere Duftmischung zu probieren, vielleicht Grapefruit oder so?? Wort- und grußlos verliess ich den Raum, -setzte das Duftfläschchen vor die Türe, samt den geruchsableitenden Stäbchen darin und siehe da, die Maulwürfe und Feldmäuse verliessen fluchtartig ihre Löcher und waren nicht mehr gesehen. Auch alle Katzen und Hunde mieden von nun an unser Grundstück und so fand diese Geschichte ein frohes vorweihnachtliches Ende.
Nochmals frohe Weihnachten und falls ich widerwillig doch noch einen Kommentar zur derzeitigen politischen Lage abgeben möchte, werdet ihr es lesen. Nur soviel noch, da jetzt wieder viele von der doch etwas wärmeren Farbe Orange zum kalten Blau zurück(Heim) kehren, also fast 50 % Kärntner wieder blau sein sollen, kann ich da nur empfehlen, sich in einer Trinker(Heil) Anstalt niederzulassen. Vielleicht wirkt dies dann ja doch ein wenig ernüchternd??
Bis demnächst und LG Luk.

Perchtenläufe…
rechtzeitig,- kurz nach den Sommerferien beginnen bei uns die traditionellen Perchtenläufe. Perchtenläufe (Krampusse) haben sich bei uns sehr gut etabliert, und zwar deswegen, - weil seit Abschaffung der Prügelstrafen und der “gesunden Ohrfeigen” haben scheinbar Kinder und Jugendliche das Bedürfnis, sich Prügel und das obligatorische “Durchhauen” auf der Strasse von den Krampussen oder eben Perchten zu holen. Ja, da sind wir Erwachsene wieder einmal irgendwelchen “Erziehungsexperten” gehörig auf den Leim gegangen. Kinder und Jugendliche wissen eben selbst am besten, was sie scheinbar brauchen… (siehe Brauchtum, etc..)
Und weil eh schon fast jeder einen Perchtenlauf organisiert, stand auch ich nicht an und veranstaltete einen Perchtenlauf in der Burg. Zwei edle Krampusse,- einer mit einer Maske aus Pappmaché und einer mit einer besonders schönen Maske,- vom edlen Schnitzer Robbie höchstselbst mittels einer Motorsäge und anschliessendem Feinschliff mit Schmirgelpapier gefertigt,- jagten durch die Burg, -verfolgt von einer Meute Jugendlicher, welche nach Prügel und “Durchhauen” lechzten. 90 % waren Mädchen und ca. 10 % Buben.(Für Statistiker!)


und weil heute der erste Advent ist, habe ich auch,- wie es sich gehört (siehe Brauchtum) eine Kerze angezündet.

nun bin ich ein paar Tage wech,- aber nicht verzagen während diesen Tagen, -es gibt noch andere schöne Dinge im Leben. Eben! Liebe Grüße und bis demnächst! Luk.
die Faschaunerin……..
Ich nütze zur Zeit das schöne Wetter zu Wanderungen auf den Maltaberg (mein Lieblingsberg,- kein Wunder, mein Vater stammt ja von dort ab), -also ziehen mich wohl die Gene da hinauf. Da sah ich ihn wieder,- in all seiner Pracht,- den Faschaunerhof, da wo die Eva gleichen namens herkommt, und von ihrer Geschichte gibt´s ein Buch und nun wird auch ein Film darüber gedreht, und in der Burg wird die Gefängnisszene gedreht werden, -hab schon darüber berichtet. Also da steht er…

der prächtige Faschaunerhof,- und der Blick hinunter ist nicht minder prächtig,- zumal im Herbst.

im Roman “Eva Faschaunerin” steht ja schon die ganze Geschichte drin,- der Film wird sich wohl daran halten, aber die wahre Geschichte,- wie es wirklich war, erzähle ich Euch nun mit wenigen Worten.

Die kleine Eva wohnte mit ihren Eltern am bäuerlichen Hof, -hoch oben am Maltaberg, da wo sich die Krähen und Fuchs und auch Hasen gute Nachtgeschichten erzählen. In dieser Idylle wuchs KleinEva zu einer derart wohlgestalteten jungen Frau heran, dasselbst die Maltinger Jungbauern den weiten Weg hinauf nicht scheuten, um der jungen hübschen Bäuerin ihre Aufwartung zu machen. Wie es damals üblich war, brachte man Weihrauch und Myrre mit, und auch selbstgebrannten und Speck natürlich. Das Brot wurde nach einem alten Brauch von der Jungbäuerin selbst gebacken,- und auch an die anwesenden und an ihr interessierten Jungbauern mundgerecht verteilt. ….die weitern Jahre und deren Verlauf überlasse ich Eurer hoffentlich nicht ganz entarteten Phantasie….

und komme gleich zu den letzten Jahren.

In diesem Häuschen, wo die Bauern damals ihre Notdurften verrichteten, war der junge Hörlbauer, ihr junger Gemahl ganz aus dem Häuschen, weil ihm zu Ohren gekommen war, -die junge Eva solle nächtens, -wenn er gerade beim existenzsichernden Kartenspiele in einer bekannten Hütte weilte,- also da solle die junge Eva Besuch von jungen stattlichen Maltinger Jungbauern erhalten. (Wahrscheinlich hatte ihnen die junge Eva die Karten gelegt oder ein wenig mit den Jungs schwarzer Peter gespielt, das war damals ganz lustig). Aber wie damals heissblütige Jungbauern halt so waren, drohte ihr der junge Gemahl mit Liebesentzug und dergleichen, auch ihr extra für ihn selbstgebackenes Brot wolle er ihr verweigern und fortan nur noch dem selbstgebrannten huldigen.

dermassen geschmäht setzte sich die noch recht junge Eva auf diese Bank(Raiffeisenbank gab es damals noch nicht) und sinnte nach Rache. Sie fühlte sich zu recht ungerecht verstanden und auch so behandelt. So behandelt man auch keine junge Jungbäuerin in ihren besten Jahren. Da erblickte sie das Horn, aus welchem ihr auch noch recht junger Gemahl immer seine selbstgebrannten Longdrinks zu sich nahm, -überlegte nicht lange und schüttete ihm das damals gebräuchliche Aphrodisiakum Hittrach hinein. Sie wollte nur eine kleinere Dosis verwenden, gerade soviel, wie er für eine leidenschaftliche Liebesnacht brauchen würde, um ihr bei dieser Gelegenheit zu verzeihen. Das fatale an der Geschichte war dann nämlich, der noch junge Hörlbauer überlegte sich just in jener Nacht, (-da er ja schon lange seinem Weibe mit Liebesentzug “huldigte”), -sie nun von ihrem Leiden zu erlösen und ihr nächtens ordentlich beizuwohnen. Zu diesem Behufe schüttete er etwas von dem damals gebräuchlichen Aphrodisiakum ”Hittrach” in sein Horn, aus welchem er dann ein paar kräftige Schlucke nahm. Wie Zufälle halt manchmal so spielen, spielte der Zufall auch damals auf dem Maltaberg, (-oder war es in Malta, - ist ja egal, -die Geschichte endete fatal) eine fürchterliche Rolle. Und alles kam so, wie es kommen musste….Alles weitere spielte sich dann in Gmünd vor dem auch damals schon nicht ganz heiteren Gericht ab, das seht ihr dann aber in dem Film…. Zumindest kennt ihr jetzt die wahren Hintergründe ein wenig besser…

Hier oben sehen sie das Horn des Grauens und hier unten auch noch die Sichel, mit der Eva einst das Korn geschnitten hatte, um aus den von ihr handverlesenen “Troad” (=Getreidekörner) das Brot für ihren Gemahl zu backen…

und hier die Öffnung, durch welche sich damals die Maltinger Jungbauern zwängten, um zu ihr zu gelangen. (Wegen dem schwarzen Peter, wie ihr inzwischen gut unterrichtet wisst)

und hier noch einmal ein sentimentaler Blick ins Tal hinab, wo auch einst ein schöner, groß gewachsener Jungbauer vom Maltaberg hinab ins Tal schritt und eine junge schöne Maltingerin zur Frau nahm, -meine Mutter,- aber dies ist eine andere Geschichte….

Bis demnächst,- Luk.
P.S.: Hab hier noch eine Internet Adresse mit vielen Wanderungen, auch in der Faschaun.. www.lissiswelt.spaces.live.com

