Maltatal
Der Berg rief….
….und ich folgte seinem Ruf auf´s Wort, denn das Wetter war prächtig, die Schneedecke äusserst überschaubar, der Hund bzw. die Hündin war fit und auch Ula wollte mit. Der (das) Stubeck sollte es sein und so war er es dann auch. Meinen Fotoapparat lies ich nun vorsätzlich zu Hause, da ich gemerkt habe, dass mein Handy gar keine so schlechten Bilder macht und wesentlich leichter zu tragen ist.

Das Wetter war natürlich wieder “kaiserlich” obwohl wir ja keinen Kaiser mehr haben. Aber bei dem Zustand unserer Demokratien könnte man ja glatt wieder Sehnsucht nach so einem bekommen…

wen man durch so eine tolle Landschaft wandert,- Bilder davon macht,- sie hinterher am Bildschirm betrachtet,- bekommt man glatt Lust,- einmal dorthin zu fahren und zu wandern,- so schön ist es dort. Und dabei war ich ja eh da..!
Also Leute, raus aus der virtuellen Welt,- hinein in die Reale,- hinauf auf den Stubeck,- bevor er wieder für Monate eingeschneit und zugefroren ist.



die letzten Pflanzen färben sich goldbraun und schmiegen sich an die Steine… was für ein Kontrast!


und es gibt ihn doch,- den Schnee!! Wir haben ihn entdeckt, gesichert mit Stacheldraht,- weil er ja so selten vorkommt. Dies ist im Moment wohl Kärntens kleinstes Schigebiet!! Fast unglaubliche 15 Meter lang und an seiner breitesten Stelle fast drei Meter breit!!

und dann waren wir auch schon auf dem Gipfel. Ula kramte das Gipfelbuch hervor und trug sich ,- wie es sich für einen ordentlichen und rechtschaffenen Wanderer gehört,- ein.

die Sonne erreichte mittler weilen ihren höchsten Stand,- das bedeutete, das ich zu spät ins Tal hinunter,- auf unsere Terrasse zu meinem Bier kommen würde!!

Ja,- so hat wohl jeder sein Kreuz zu tragen und damit mich niemand an selbigem festnageln könnte,- machten wir uns auf den Rückweg. Hinunter zu gehen ist ja in unserem Alter wesentlich schwieriger als der Aufstieg, die Kniegelenke quietschen,- aber nicht vor Vergnügen,- sondern vor Schmerzen…

vorbei an einem idyllisch gelegenen MiniBergSee…

und an den obligatorischen Natur Skulpturen.

Das Moos an der einen Seite der alten Lärche schimmerte zartgrün in der fast schon untergehenden Sonne, - muss wohl Norden sein, da wo das Moos an den Bäumen wächst,- oder war es der Süden?? Was weiss schon so ein alter Baum.

Noch eine kurze Rast,- ein Weilchen nur verweilen, dann lass uns eilen, wir müssen hinunter noch ins Tal.


Der nun Gott sei Dank auch müde Hund nahm schon seinen Platz im Auto ein,- weil die letzten Kilometer möchte man nicht den schnöden Asphalt entlang wandern,- die Kniegelenke danken es einm dann auch.
Im Tale angelangt war die Sonne längst hinter dem Bartlmann verschwunden (der Bartlmann muss weg,- muss mal mit dem Steinbruchunternehmer Gigler reden!), so blieb mir nur,- das wohlverdiente Bier in der guten Stube zu trinken.
Bis demnächst und LG Luk
Malta(Berg)Wanderung…
heute war ein schöner Tag. Da dachte ich mir,- eine Wanderung täte mir sicher gut, denn sendet mir das Kreuz den Schmerz,- dann nehm´ ich mir ein Wanderherz. Das hilft immer! Gesagt getan, die ersten langweiligen Asphaltkilometer erledigte das Auto,- dann stiegen wir (der Hund Ceryl) und ich aus dem selbigen und wanderten los. Meinen tollen Fotoapparat hatte ich leider in der Burg gelassen, so blieb mir nichts anderes übrig, als die obligatorischen Bilder mit der Handykamera zu machen, aber das geht zur Not auch ganz gut.

Hier der Anstieg über eine “abgeerntete Waldfläche”. Sah irgendwie skruril aus,- aber doch sehr spannend. Hier gibts die tollsten Skulpturen von Mensch und Natur geschaffen. Der Mensch hat die Bäume gefällt und die Natur hat daraus tolle Objekte geformt,- das kann sie ganz gut, -hat ja auch genügend Zeit für so was.


die zwei finde ich besonders gelungen, irgendwie eine Ähnlichkeit mit Perchtenmaske und komischer Vogel…


bei sovielen Skulpturen kann Stonehenge brausen gehen…..

Steine aufschlichten kann ja jeder…..

aber hier oben übt sich die Natur schon seit Jahrmillionen mit Steinmetzarbeiten. Sie versucht den rechten Winkel hin zu bekommen..

oder das Rad,- dieses Exemplar sieht schon recht rund aus…

aber auch Dreiecke kann sie schon ganz gut. Die restlichen Steine, die ihr nicht so gut gelingen schmeisst sie dann halt in die Gegend, hat ja keine Nachbarn so eine Natur, sie ist ja ganz alleine auf der Welt und hat,- wie gesagt unendlich viel Zeit für so Sponpanadeln…

der Hund Ceryl geniesst unseren Ausflug und macht ein kurzes Päuschen in der Herbstsonne, ist ja auch nicht mehr die jüngste…



hier hat die Natur versucht, eine Mauer zu errichten, oder war´s doch nur ein Mensch??



dieser “Baumkrebs” sieht sehr schön aus,- wenn ich einmal Krebs haben sollte, dann möchte ich wenigstens auch so einen schönen..

und schon beim Abstieg unserer Wanderung trafen wir auf einen Weg mit vielen “Jägerabschussrampen”. Eine Strasse die für Hirsche direkt in die ewigen Jagdgründe führt.

und weil die Jadghunde nicht auf den steilen Holzleitern in den Hochsitz zu den Jägern klettern können, hat ein findiger Jäger einen “Tiefsitz” für seinen Hund “wisawi” seines Hochsitzes gebaut. Ja ,- auch die Jäger sind manchmal schlau.



gleich in der Nähe der tödlichen Hochsitze war eine Futterstelle für das Wild. Sehr idyllisch gelegen. Da können sich die Hirsche zuerst einmal richtig voll fressen, dann mit schwerem Magen an den vielen Hochsitzen vorbei schlendern und sich gemütlich und satt erschiessen lassen.


Ja,- sogar Preiselbeeren gibt es noch, schmecken aber nicht mehr so knackig, eher schon marmeladig…



Hier wuchsen aus einem Wurzelgeflecht gleich fünf Lärchen auf einmal. Ob sie wohl der Holzknecht auf einen Streich (fünf auf einen Streich) gefällt hat???

und da wo der eine Weg (zur Wildfütterstelle und weiter) endete, kam ich wieder,- oh Zufall,- beim FaschaunerTörl heraus.

und da wir schon länger unterwegs waren, -ich erwähnte es schon, - unser Hund ist nicht mehr die jüngste und schnellste,- ging ich eine Abkürzung zu meinem Auto und so fuhren wir wieder die langweilige Asphaltstrasse vom Maltaberg zurück ins Tal der Tränen. Ach,- eines muss ich noch erwähnen,- am Freitag ist Weihnachtskabarett,- ohne Schmäh`. Toller Kabarettist,- tolle Musiker.
Bis demnächst,- und LG Luk
Und es gibt es doch..
…das vielzitierte Silberloch. Wenn man den Stranweg in Richtung Maltaberg wandert, dies ist ein einzigartiger ”Märchenwanderweg”, findet man am Endes dieser Wanderung, leicht versteckt hinter jungen Fichten,- das Silberloch. Da haben wir als Kinder schon alle möglichen Varianten gespielt,- vom Schatzsuchen bis Indianerabenteuer usw….. und es ist immer wieder ein Erlebnis, wenn man diesen ehemaligen Silberstollen wieder findet. Ist zwar nur gut einen Meter hoch und ca. 30 Meter tief, aber wenn man den harten Granit sieht, dann weiss man, da wurde mit höchsten Anstrengungen gegraben und gebohrt.

das ist der Stranweg, mit Blick ins Maltatal..

vorbei an frisch gerodeten Flächen, - ja der Winter wird wieder kalt und da braucht man Brennholz..


hier die von unseren altvorderen und althinteren errichteten Steinwege, schön und akkurat geschlichtet, die Vorfahren vom Paulebauer, Hintabocha und Glinitza haben da ganze Arbeit geleistet,- um den Berg mit dem Tal zu verbinden..


ein paar umgestürzte Bäume vom damaligen Sturmtief “Paula” versuchten uns das weiterwandern zu verleiden, aber der geübte Wanderer und noch dazu mit 50 % Maltaberger Genen ausgestattet,- schlägt sich da locker durch…


und die jungen haben ja einen Hundelift mit, die ziehen ganz schön bergwärts….


auf diesem Stein lässt sich´s gut jausnen und ein Fläschchen Wieselburger Bier sollte auch dabei sein….

der Blick ins Maltatal ist grandios, aber wir müssen uns langsam beeilen, die Sonne ist schon weg und es dauert noch ein wenig bis zum Silberloch…


So,- es ist fast geschafft, das erste Loch kann man schon sehen, das war wohl eine “Probebohrung” ohne Erfolg, nur gut einen Meter tief…

aber ein paar Meter weiter links war es dann, das echte Silberloch, natürlich nicht mehr so riesig wie in unserer Erinnerung, als wir noch kleine Rotzlöffel waren….



wir machten unsere Rucksäcke voll mit dem herumliegenden Silberbarren, und wenn wir nicht gestorben sind, dann…. etc…


hier noch ein Blick Richtung Maltaberg Dorf,- links in der Mitte (Gelbes Haus) das neue “KultWirtshaus” Bergesruh´, da wo der Moser Robert groß aufkocht und -tischt…

dann gehen wir die asphaltierte Strasse wieder entlang in Richtung Heimat, weil im dunkeln kann man zwar gut munkeln, aber mit gebrochen Beinen wär´ dies auch kein Vergnügen..


mit diesen stimmungsvollen Bildern lass ich Euch nun alleine, muss wieder was tun,- bis demnächst und LG Luk
Montagswanderung
Es war kein Ruhetag wie jeder andere. Nach dem “harten” Arbeitstag,.- es war ja gestern Muttertag,- kommt so ein Ruhetag ja gerade recht. Nach dem Aufwachen blinzelte mir die Frühlingssonne neckisch ins Gesicht, - die Vögel hatten gerade mit ihrem Konzert eine Pause, und während der üblichen Morgentoilette überlegte ich, was ich denn heute so tun würde. Ula war mit Anika auf ihren Fahrrädern unterwegs nach Millstatt und ich dachte mir,- ich fahre einfach wieder auf den Maltaberg.

Aber nach der ersten Kehre in Richtung Maltaberg kam mir die Eingebung, doch wieder einmal “meinen” Märchenwanderweg zu beschreiten. Dieser beginnt in der dritten Kehre. Da ließ ich das Auto stehen und marschierte los. Es war wieder einmal Kaiserwetter, typisches schönes Kärntner Kaiserwetter. Natürlich hatte ich wieder meinen Fotoapparat in der Burg vergessen, aber es fiel mir Gott sei Dank wieder ein, dass man ja mit dem Handy mittler weilen auch fotografieren kann.

nach den ersten paar hundert Metern schon der wunderbare Blick auf die grüne Schlatzing,- der Heimat großer Söhne bzw. Kabarettisten. Der berühmteste unter ihnen,- Wolfgang Feistritzer wohnt gleich da unten im grün gedeckten BioBauernhaus.

Vorbei an einem neueren Kahlschlag,- der wieder neue Blickperspektiven bietet.

und dann wieder den mit viel Sorgfalt von unseren Vorvätern angelegten Steinpfad hinauf. Es ist immer wieder ein fast ergreifender Moment für mich, diesen Weg zu gehen. Da haben uns unsere Vorfahren ein märchenhaftes Vermächtnis hinterlassen und was hinterlassen wir unseren Kindern? Müllberge mit Plastikmüll, lauter asphaltierte und betonierte Strassen,- das wird sicher in ein paar hundert Jahren nicht so schön aussehen,- wie dieses hier.


aber da nichts umsonst ist, hat mir die Natur hier ein paar Hindernisse mitten auf den “Märchenweg” gelegt. Aber Hindernisse sind ja dazu da, um überwunden zu werden.



dann der ersehnte Blick auf die grandiose Maltinger Bergwelt..

und gleich darauf wieder der natürliche Hindernis Parcour..

hier noch einmal der Blick ins grüne Irland Maltas,- der Schlatzing,- da wo der Maltafluss in schlangenförmiger Form in Richtung Liesertal rinnt..

noch ein letztes Hindernis,- ein umgestürzter Baumriese und gleich daneben eine Babyeiche, welche ihre zartgrünen Blätter neugierig in den Wind stellt..

auch diese Fichten, welche vor ein paar Jahren noch ganz klein waren,- wollten mir den Weg versperren, aber da sie noch nicht sehr groß und stark waren, habe ich mich nicht ins Bockshorn jagen lassen und ging,- sie elegant beiseite schiebend,- lässig und locker an ihnen vorbei, denn nun war es nicht mehr weit….

ein letzter Anstieg,- auch aus Steinplatten anno dazumal aufgeschichtet und nun mit zartem Moos bewachsen…



und schon war ich auf dem Platz meiner Begierde.

auch Ceryl, unser Hund war schon leicht erschöpft von dem “Aufstieg” und harrte der Dinge, die nun kommen werden,- nein kommen müssen.

und hier sehen sie die ganze Wahrheit,- nicht der Weg lohnt das Ziel,- sondern das Ziel lohnt den Weg!!

drei köstliche Wurstsemmeln,- in diesem Moment besser als jedes Haubenmenü und dazu a Flascherl köstliches, noch kühles Wieselburger Bier…

und das auf dem für mich heute schönsten Platz der Welt. Herz was willst Du mehr. Ich setzte mich auf den großen Stein dort und teilte brüderlich die Wurstsemmeln mit dem Hund,- eine halbe für ihn und zwei einhalb für mich.
Ja,- ein Ruhetag mit Kaiserwetter und so eine wunderschöne Umgebung wie das Maltatal mit all seinen herrlichen Plätzen ist schon etwas feines.
Bis demnächst und LG Luk (Ps.: Donnerstag,- 20.30 Uhr ist Bluesabend in der Burg,- doch davon mehr demnächst in diesem Blog)
In die Berg bin i´s gern….
Montag, also an einem legitimen Ruhetag wanderten Ula und ich, - das heisst Ula fuhr mit dem Fahrrad auf den Maltaberg, - ich fuhr mit dem Auto bis ungefähr 500 Meter vor die Kramerhütte. Mir ist ja Radfahren auf den Berg nicht ganz geheuer,- denn wenn mich Fussgänger überholen, dann mag ich eigentlich nicht mehr “fahren”, da bin ich ja zu Fuss wesentlich schneller unterwegs,- oder eben,- wie eingangs erwähnt,- mit dem Auto.
Es war ein wunderschöner MaiTag, - etwas Aprilwetter,- in Malta regnete es und auf dem Maltaberg war blauer Himmel. Blau blühte auch schon der Enzian,- zuerst nur vereinzelt zu sehen, - Individualisten sozusagen, aber dann gab es ganze Familienverbände davon. War ich anfangs gehemmt,- ein bis zwei Enziane zu “pflücken”,- so verlor ich dann bald die Hemmung beim Anblick ganzer Enzian Kolonnien und bückte mich und pflückte sie. Ganz ehrlich nur 1 bis 5 Stück!
Wo die Almrösslein wachsen und da Enzian bliaht!

Hier,- der Individualist unter den Enzianen,- ein herrliches königsblaues Prachtstück!

Hier schon ein Familienverband,- das ältere der beiden jüngeren etwas abseits,- wird schon langsam flügge,- aber bei den Pflanzen heisst das ja anders….

hier ein AlbinoEnzian, ein ganz seltenes weisses Exemplar,- sehr rar…!

und hier eine Kolonnie von BonsaiEnzianen..

ja,- der Maltaberg erblüht gerade in all seiner Pracht..



und da haben wir uns gedacht,- ein Schweinsbraterl in der Kramerhütt´n wär auch nicht zu verachten und so begaben wir uns hin zur Hütt´n, - da,- wo weiland schon meine Vorväter sich am Gösser vom unteren Brunntrog labten…

und beim weiterzieh´n fielen mir die kreativen Zaunhalterungen auf, - früher wurde sowas aus biegsamen Holz gemacht, aber in diesen modernen Zeiten stand man nicht an, High Tech Plaste zu verwenden….

in modernem Streifendesign..

in schlichtem BZÖ Orange gehalten,…..

aber auch das etwas blass wirkende freiheitliche Blau hielt den Zaun mit festem Griff…

besser gefiel mir da schon die Heavy Metal Variante…

der Herrgott am Kreuz hat gerade keinen Ausgang,- eingesperrt mit einem soliden Gartenzaun und an einer etwaigen Auferstehung damit behindert. Er soll ja noch die zahlreichen Bergwanderer mit seinem Anblick ergötzen und vielleicht macht der eine oder andere auch ein Kreuz?? (Falls er heil vom Kreuzeck zurückkehrt?)

Was mir in einer Nationalparkgemeinde eigentlich gar nicht gefällt,- sind diese schneidigen Wasserrinnen am Berg,- dieses Exemplar eine ehemalige Leitschiene. Welcher naturliebhabende Bergbauer hat sich denn so fehlleiten lassen….?

oder diese fette Plastikrohr,- jedes mal sind diese “unnatürlichen” Einbauten wie eine “Watschn” für mich.

so eine Holzrinne dagegen macht schon mehr her?? Oder,- was sagen meine geneigten Leser dazu?

Kann man sich so etwas in Plastik vorstellen?
Bis demnächst und LG Luk
Nina Queer in der Alten Burg…
wie bereits angekündigt, “beehrt” uns Nina Queer, gebürtige Maltinger(in) am Donnerstag, 21. April, um 20.00 Uhr mit einer Lesung aus ihrem neuesten Buch “Dauerläufig”. Kundige wissen natürlich, das dieses Thema mit Dauerlauf nichts zu tun haben wird. Bringt auch keine jugendlichen Zuhörer mit, da können wir für nichts garantieren, die lieben Kleinen könnten moralisch auf Dauer geschädigt werden oder auch nicht…

also,- wer Nerven hat zu hören,- bitte am Donnerstag, 20.0 Uhr Alte Burg Gmünd - Lodronsaal erscheinen. Die Zaghaften unter Euch können wir auch durch den Hintereingang hereinschleusen…?
Bis demnächst,- Luk.
Frühaufsteher haben mehr vom Tag….
sagt der Volksmund, aber ich bin eigentlich kein Frühaufsteher. Aber da jetzt schon die Sonne früher in mein Zimmer leuchtet und an diesem Morgen ganz besonders penetrant,- wie ich meinte, - stand ich halt in Gottes Namen einmal früher auf, - und habe es nicht bereut. Die Welt war vom nächtlichen Frost wie in Zucker getaucht. Oh du mein wunderschönes Maltatal….

Hier der Blick von meinem Schlafzimmer, da kann man einfach nicht mehr liegen bleiben. Diesen Anblick kennen die Bauern natürlich nicht, weil sie ja noch viel früher aufstehen müssen, da ist es draussen noch finster und im Stall sieht man dies alles nicht, deshalb können sie nun die Natur von ca. 8.00 Uhr hier sehen.

Die im Herbst nicht von den Ästen gefallen “RestBlätter” und Haselnusswuzzel sehen aus, wie mit Zucker bestäubt..oder wie kandierte Früchtchen..

hier unten der stolze, - mit viel Pulverschnee bedeckte Bartelmann…in zauberhafter Maltinger Winterlandschaft.


hier der Blick in das noch im Nebel liegende sagenhafte Städtchen Gmünd…..

die weissen Lärchen entlang des Krainberger Weges….stehen bereits Spalier…


die Hühner sind natürlich mit dem Bauer schon ganz früh aufgestanden und gönnen sich bereits ein zweites Frühstück auf dem frisch dampfenden Misthaufen….


und hier noch ein letzter frostiger Gruss. Langsam nimmt die Intensität der Sonne zu und der Zauber der frühen Landschaft verfliegt ein wenig.

Ja, - ab und zu lohnt es sich, früh aufzusteh´n….
Bis demnächst,-Luk.
Lustiges Kärnten… (Tourismustag)
jetzt ist die Katze aus dem Sack. In Kärnten herrscht wieder die Lust. Beziehungsweise im touristischen Kärnten. Alle (Tourismusunternehmer) sind nun gefordert, diesen neuen Slogan mit touristischem und lustvollem Leben zu versehen. Also packen wir´s an.
Die Alte Burg wird nun zur LustBurg erklärt, unsere lüsternen Spätzle werden weiterhin in der Burgküche lustvoll für unsere Gäste zubereitet werden und auch die Rechnung werden wir dem Gast lustvoll überreichen. Hoffentlich zahlt der Gast dann auch mit der ihm gebotenen Lust und gibt sich nicht lustlos beim Trinkgeld.
Auch die Gasthäuser müssen sich natürlich was überlegen, - warum nicht das „Gast“ vor dem Haus weglassen und in „LustHaus“ um benennen.
Aber Spass beiseite, diese Spielchen könnte ich noch lange und lustvoll hinausgezögert so weiterspinnen, aber lassen wir´s.
Nehmen wir die lustige Aufbruchsstimmung mit und machen das Beste draus. Falls es schief geht, können unsere Experten immer noch behaupten, wir hätten zu wenig „Lust“ vermittelt. Also Kollegen, frisch und munter und lustvoll ans Werk, die Saisonen sind kurz,-
und denkt dran,- nicht nur Freud´ und Leid liegen nahe beieinander, - sondern auch Lust und Schmerz.
Eigentlich kann es uns ja nicht so schwer fallen, unseren Gästen Lust auf Kärnten zu machen, denn Kärnten ist immer noch wunderschön, nur müssen wir es unseren Gästen auch vermitteln und zeigen. Hier ein paar Bilder aus Kärnten (Maltatal), um Lust zu erzeugen…..









Vom Indianerspielen…..anno dazumal
„Indianerspielen“ ist die Phase nach den „Doktorspielen“. Beim Doktorspielen erforscht man im Alter von ungefähr 3 bis 8 Jahren die „nähere Umgebung“, -aber diese „frühpupertäre Phase“ kennt eh´ fast jeder.

Das „Indianerspielen“ findet, oder besser gesagt,- fand dann so ab einem Alter von 6 bis na ja,- normalerweise 12 Jahre,- bei einigen fast bis zu 25 Jahren statt. Indianerspielen ist ja heutzutage nicht mehr üblich. Dank der üppigen Computertechnik kann man jetzt mit Kanonen auf Spatzen (oder ausserirdische Monster) schiessen, - zu unserer Zeit war dies umgekehrt,- da schoss man mit Spatzen auf Kanonen.
Ausserdem war damals ja noch das „VorPisaZeitalter“,- das heisst, fast alle konnten lesen.
Und zu meiner Zeit war es auch noch üblich, dass man an Weihnachten Bücher geschenkt bekam.
Und es begab sich, - dass ich alle Jahre wieder an Weihnachten von einer guten Bekannten meiner Mutter drei, -ja, - sage und schreibe 3 (drei) „Karl May Bücher“ auf einmal geschenkt bekam. Es begann mit Winnetou Teil 1 bis 3,- und da ich des Lesens schon ziemlich mächtig war, verschlang ich diese Bücher in Rekordzeit.
Die wahren Abenteuer sind ja bekanntlich im Kopf, und mein Kopf war diesbezüglich sehr aufnahmebereit. Es dauerte nicht lange,- da wurde aus dem Maltatal eine unermessliche große und weite Prärie. Ich bastelte den lieben langen Tag lang Tomahawks und Holzmesser und rüstete so meine gesamte Verwandtschaft und Freunde mit diversen Indianerutensilien aus. Als Häuptling hat man halt so seine Verpflichtungen.
Ausser die weiblichen Verwandten,- die bekamen natürlich keine „Waffen“.
Die wurden dann, - weil sie ja unbedingt mitspielen wollten,- meist an den Marterpfahl gebunden, - und waren dann somit unschädlich gemacht, aber nichtsdestotrotz im großen Indianerspiel mit eingebunden.
Meist wurden sie nach den „Spielen“ von uns Jungs, - noch am Marterpfahl angebunden,- im „Indianerlager“ vergessen,- und wurden dann abends in einer groß angelegten Suchaktion unserer Eltern schon leicht deprimiert, aber gut „durch gehängt“ wieder gefunden.
Wenn einmal zum Beispiel unser Lagerfeuer größer als geplant ausfiel, - und dann meist am Samstag mittag um Punkt 12.00 Uhr die Sirenen losgingen, dachten wir, - dies gelte unserem Feuer, - da mussten wir natürlich spontan in die nahegelegenen Wälder fliehen, und da vergisst man dann schon ab und zu auf die weiblichen, gefesselten Mitspielerinnen.
Nachträglich muss ich dazu noch erwähnen, wir waren ja schon die etwas harmlosere Generation von Indianerspielern. Unsere Vorgänger,- mein Cousin,- der Gritzner Hans,- und der Gatternigs Hias, der Gartlers Rudl, die Helga, die Lisl dahier,- waren noch weit weit wilder als wir. Da floss noch manchmal echtes „Indianerblut“.
Legendär waren auch unsere „Büffeljagden“,- weil man musste sich als Häuptling ja auch um die Vorräte kümmern. Keine Speisekammer oder Räucherkammer unserer hart arbeitenden Eltern waren vor unserem Jagdtrieb sicher. Da schleppten wir dann die mühsam „erlegten“ und erbeuteten Büffelteile zu unseren fern gelegenen Tipis und schmausten dann nach Herzens Lust.
Die Squaws, - also die Indianerfrauen, - die ja unbedingt immer mitspielen wollten, - konnten dann vom Marterpfahl aus zusehen. „Geschlechtertrennung“ war damals keine leere Worthülse,- sie wurde beinhart gelebt.
Die Karl May Bücher, - in denen dann „Old Shatterhand“ zu „Kara Ben Nemsi“ mutierte,- habe ich natürlich auch alle bekommen und verschlungen, aber mangels Wüstengebieten im Maltatal konnten wir diese Szenen nicht so gut nachspielen.
Aber als dann die 4 Musketiere ins Spiel kamen, - damals schon im Fernseher (schwarz-weiss natürlich) zu sehen,- gab es kein Halten mehr. Da wurde aus dem Indianerhäuptling flugs D´Artangnan. Auch Aramis, Athos und Portos oder wie die alle hießen, waren schnell aus der näheren Nachbarschaft rekrutiert.
Dann musste ich nur noch, - ich war ja aus meinen „RothautTagen“ vorgebildet,- entsprechendes Waffenmaterial für meine Mitstreiter basteln.
Zu jener Zeit gab es ja noch die berühmte „Lahn“ in Malta, - sinnigerweise nahe am Bach gelegen, - damit damals schon die weggeworfenen, - und nicht immer ganz „umweltfreundlichen“ Gegenstände auch schwimmend entsorgt werden konnten. Hat sich ja diesbezüglich bis heute nicht allzu viel verändert, - zumindest in Italien,- wie man hört….
Und in diesem berühmt berüchtigten „Lahnhaufen“ befanden sich wahre Wunderdinge. Leere Spraydosen für Explosionsexperimente, aber auch alte Gummibälle. Diese Gummibälle wurden von mir gesucht, halbiert, mit einem Loch versehen, durch das Loch wurde ein Haselnuss Stecken gesteckt und fertig waren die Degen für uns 4 bis 10 Musketieren, - je nachdem wie viele Verwandte und Nachbarskinder mitspielen wollten.
Zuerst wollten ja viele, aber da wir mit unseren selbst gebauten Degen nicht gerade zimperlich umgingen,- waren wir bald wieder vier (4).
Ja, - liebe „Pisaschüler“, ihr wisst gar nicht, was Euch Nichtlesern alles entgeht und bereits entgangen ist.
Bis demnächst,- Luk.
wos henkt in da Maltinga Wond?….

in da original Maltinga Wond henkt a Schleiale,- wosn sunst? Wonn ma genau hinschaug´n tuat,- sig ma´s gonz genau,- dos Schleiale. A sölt´n scheichs Viech,- oba ebn sölt´n!
Bis demnächst,- Luk.

