Montagswanderung
Es war kein Ruhetag wie jeder andere. Nach dem “harten” Arbeitstag,.- es war ja gestern Muttertag,- kommt so ein Ruhetag ja gerade recht. Nach dem Aufwachen blinzelte mir die Frühlingssonne neckisch ins Gesicht, - die Vögel hatten gerade mit ihrem Konzert eine Pause, und während der üblichen Morgentoilette überlegte ich, was ich denn heute so tun würde. Ula war mit Anika auf ihren Fahrrädern unterwegs nach Millstatt und ich dachte mir,- ich fahre einfach wieder auf den Maltaberg.

Aber nach der ersten Kehre in Richtung Maltaberg kam mir die Eingebung, doch wieder einmal “meinen” Märchenwanderweg zu beschreiten. Dieser beginnt in der dritten Kehre. Da ließ ich das Auto stehen und marschierte los. Es war wieder einmal Kaiserwetter, typisches schönes Kärntner Kaiserwetter. Natürlich hatte ich wieder meinen Fotoapparat in der Burg vergessen, aber es fiel mir Gott sei Dank wieder ein, dass man ja mit dem Handy mittler weilen auch fotografieren kann.

nach den ersten paar hundert Metern schon der wunderbare Blick auf die grüne Schlatzing,- der Heimat großer Söhne bzw. Kabarettisten. Der berühmteste unter ihnen,- Wolfgang Feistritzer wohnt gleich da unten im grün gedeckten BioBauernhaus.

Vorbei an einem neueren Kahlschlag,- der wieder neue Blickperspektiven bietet.

und dann wieder den mit viel Sorgfalt von unseren Vorvätern angelegten Steinpfad hinauf. Es ist immer wieder ein fast ergreifender Moment für mich, diesen Weg zu gehen. Da haben uns unsere Vorfahren ein märchenhaftes Vermächtnis hinterlassen und was hinterlassen wir unseren Kindern? Müllberge mit Plastikmüll, lauter asphaltierte und betonierte Strassen,- das wird sicher in ein paar hundert Jahren nicht so schön aussehen,- wie dieses hier.


aber da nichts umsonst ist, hat mir die Natur hier ein paar Hindernisse mitten auf den “Märchenweg” gelegt. Aber Hindernisse sind ja dazu da, um überwunden zu werden.



dann der ersehnte Blick auf die grandiose Maltinger Bergwelt..

und gleich darauf wieder der natürliche Hindernis Parcour..

hier noch einmal der Blick ins grüne Irland Maltas,- der Schlatzing,- da wo der Maltafluss in schlangenförmiger Form in Richtung Liesertal rinnt..

noch ein letztes Hindernis,- ein umgestürzter Baumriese und gleich daneben eine Babyeiche, welche ihre zartgrünen Blätter neugierig in den Wind stellt..

auch diese Fichten, welche vor ein paar Jahren noch ganz klein waren,- wollten mir den Weg versperren, aber da sie noch nicht sehr groß und stark waren, habe ich mich nicht ins Bockshorn jagen lassen und ging,- sie elegant beiseite schiebend,- lässig und locker an ihnen vorbei, denn nun war es nicht mehr weit….

ein letzter Anstieg,- auch aus Steinplatten anno dazumal aufgeschichtet und nun mit zartem Moos bewachsen…



und schon war ich auf dem Platz meiner Begierde.

auch Ceryl, unser Hund war schon leicht erschöpft von dem “Aufstieg” und harrte der Dinge, die nun kommen werden,- nein kommen müssen.

und hier sehen sie die ganze Wahrheit,- nicht der Weg lohnt das Ziel,- sondern das Ziel lohnt den Weg!!

drei köstliche Wurstsemmeln,- in diesem Moment besser als jedes Haubenmenü und dazu a Flascherl köstliches, noch kühles Wieselburger Bier…

und das auf dem für mich heute schönsten Platz der Welt. Herz was willst Du mehr. Ich setzte mich auf den großen Stein dort und teilte brüderlich die Wurstsemmeln mit dem Hund,- eine halbe für ihn und zwei einhalb für mich.
Ja,- ein Ruhetag mit Kaiserwetter und so eine wunderschöne Umgebung wie das Maltatal mit all seinen herrlichen Plätzen ist schon etwas feines.
Bis demnächst und LG Luk (Ps.: Donnerstag,- 20.30 Uhr ist Bluesabend in der Burg,- doch davon mehr demnächst in diesem Blog)
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