“Burgbau” zu Gmünd, anno 1992…..
im Jahre 1992, bzw. schon viel früher trug ich mich mit dem Gedanken, dereinst in diesem alten, ehrwürdigen Gemäuer,- noch in einer Art Dornröschenschlaf verfallen, -aber doch schon ein wenig vom Stadtverein mit heissen Küssen versucht zu wecken,- ein Burgrestaurant zu errichten.

Stolz und mächtig,- schicksalsträchtig,- steht sie da und harrt der Dinge…
schlank und schmächtig,- noch nichts ahnend von des Schicksals “Nieder”Tracht,- steh´ ich da an der Tafel und harre auch der Dinge, die dereinst auf mich zukommen werden.

Gleich nach der Volksschule begann ich meinen schicksalshaften Weg in der Hauptschule Gmünd in Sichtweite der Burgruine. Auch ich, - wie viele andere Gmünder und Maltinger Schüler erkoren dieses Gebäude zu einer Art Abenteuerspielplatz. Damals war die Ruine noch für ältere Mitbürger nicht zugänglich, lediglich wir junge “Hupfer” krochen durch irgendwelche Löcher ins Burginnere und …..na ja, alles müsst ihr auch nicht wissen.
Jahre danach betrachtete ich die Burgruine von weitem und der Nähe, machte Fotos von ihr, damals noch Schwarz Weiss, auch teilweise noch selber entwickelt und träumte von einem Burgrestaurant. Es sollte noch viele Jahre dauern, bis es soweit war. Machen wir nun einen kleinen Zeitsprung ins Jahr 1992

Mein mir angetrautes Eheweib Ula und ich besichtigten die Räumlichkeiten, wo wir unser Burgrestaurant errichten wollten. Es war im kalten Winter, meiner Frau graute vor meinen Gedanken, in dieser Ruine eben dieses Burgrestaurant errichten zu wollen. Dies war in etwa ihr Blick, als ich ihr von meinen Plänen erzählte.

Aber, nachdem sie sich wieder gefangen hatte, stellten wir uns der Kommision (Inquisition), bestehend aus dem damaligen Chef des Stadtvereines Heinz Tragatschnig, mit seinem kritischen Mitarbeiter Heinz Miklautz, sowie dem damaligen Bürgermeister Hans Werginz, dem Baumeister Strasser (mein Bruder), der Herr Dipl. Ing. Harp, seines Zeichens Chef vom Bundesdenkmalamt usw… Sie alle studierten meine Pläne und wunderten sich sehr.

Auch viele Banken, von denen ich damals Kredite erwartete,- wunderten sich sehr, -sahen die Ruine und schüttelten den Kopf und gaben die “Kohle” nicht her. Aber eine kleine tapfere Bank opferte sich dann doch schlußendlich, und ich konnte beginnen, meine “waghalsigen” Pläne zu verwirklichen. Sehen Sie nun Bilder eines Bauwunders, errichtet in nur 3 monatiger Bauzeit, tagsüber von der Firma meines Bruders und in zahlreichen Nachtschichten von mir und meinen Freunden……

Hier rechts sehen Sie den Schotterberg, der mehrmals aufgefüllt wurde, -Zement stapelte sich Palettenweise im Burghof, die zwei älteren Herren an der Mischmaschine, klassische Handarbeit eben, weil der Betonmischwagen konnte ja nicht auf die Burg fahren.

Das “klassische” fleischgewordene Arbeiterdenkmal…

auch Kinderarbeit kann man uns nicht gerade vorwerfen….

drinnen die Baugerüste, auch handgemacht natürlich, die Maurer bauten Sie tagsüber auf und wenn Sie Ihre Arbeit verrichtet hatten, bauten wir sie wieder nachts ab, damit es am nächsten Morgen gleich wieder weiterging.

Hier eine kurze JausenPause, meiner Freunde, welche mir unendlich viel halfen. (Moser Johannes, -er versteckt sein Gesicht, möchte nicht erkannt werden, er ist ja Lehrer, und von denen geht das Gerücht, sie wären der handwerklichen Tätigkeiten nicht mächtig). Stimmt aber nicht bei ihm, er konnte dies ganz gut. Dann der Zauchenberger Peter, -zu Hause bringt er keinen Nagel in die Wand,- sagt seine Frau, aber in der Burg war er einer der fleissigsten “Hilfsarbeiter”.

Hier sehen Sie das Burgrestaurant innen (wo jetzt die Theke steht), bevor es losging.

An der Aussenmauer mussten die lockeren Putzreste entfernt werden und zwar sachkundig vom Profi Alpinisten Gerhard Schaar, der Sohn des ehemaligen Bürgermeisters von Malta. Erst danach konnten wir unten die Fundamente und Säulen für die Burgterrasse errichten.

Hier der Malermeister Luk. Malen ist eine angenehme Arbeit, -kein Vergleich zu den vorangegangenen zahlreichen nicht enden wollenden Stemm- und Schremmarbeiten…

Hier riskiert der Baumeister Strasser Siegfried einen ersten Blick aus dem Burgfenster,- noch immer ein wenig an meinem Verstand zweifelnd….

Hier der Vorarbeiter Franz, ein Profi Maurer. Er liebte seine Arbeit, -das Ausbessern der Burgmauern, kommandierte mich mit meinen Freunden leidenschaftlich gerne herum, aber,- wie gesagt,- fachlich ein Vollprofi.

Hier werden schon die Fliesen in der Küche verlegt,- mussten wir auch selber machen, unser bestellter Fliesenleger ließ uns kurzfristig im Stich und entschwand Richtung Mallorca.

Hier der Elektromeister Pirker Wolfgang beim Estrich radeln. Endlich kann er mal so richtig zeigen, was er draufhat. Der Mann ist schier unermüdlich, wenn er will.

Hier werden die Ebenen mit Treppen im Restaurant betoniert…

und bald darauf konnte Ula schon die ersten Fliesen legen.

.. derweil Unser Freund Fritz Russ im Hof schon das “Katzenkopf Pflaster” verlegte.

nachdem ich mit meinen Malerarbeiten fertig war, unterstützte ich die “Fliesenleger” bei ihrer Arbeit. Mussten ja bald fertig werden, für Mai war die Eröffnung angekündigt…

aber es sah noch nicht gut aus. Über die Gerüste musste noch viel Beton hinein geradelt werden.

Hier der ehemalige Stadtvereins Obmann Heinz Tragatschnig, -zufrieden eine Zigarre schmauchend mit seinem “Lieblingshilfsarbeiter” Stanko.

Auch aus Wien hatten wir eine kräftige Unterstützung. Dieser junge Mann arbeitete damals bei der Kulturinitiative und wurde von uns, da ihm langweilig war, kurzfristig zur Zwangsarbeit in der Burg eingeteilt. (Er war ein lediger Sohn vom Klaus Kinski)

Und hier wieder eine wohlverdiente Pause.

Auch diese Herren Hilfsarbeiter machten auf ihre Weise Pause

Soweit die ersten Bilder von meinem damaligen Bauvorhaben. Falls ich noch welche finde, zeig´ich sie Euch demnächst als Teil 2 Also dann, -bis demnächst und liebe Grüße,- Luk.
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Kommentare
lang ist es her - und ich kann mich noch erinnern.- der steinklopfer kann sich an sich selbst nicht mehr erinnern - weiß schon nicht mehr dass er mal so jung ausgeschaut hat -) aber auch der luk - schläft ja schon ins neue jahr -
was wünscht er sich denn der luk - bin für offene bloggergeheimnisse -)))
und jetzt kommt er mir bitte nicht mit gesundheit und nichts - sonst bekommt er ein pitralon -)
er kann sich was wünschen - so jetzt weiss ers - aber schnell sollte er sichs überlegen - weil morgen - ist es soweit


[...] Luk plaudert aus dem Nähkästchen und erzählt wie alles begann mit dem Restaurant auf der Alten Burg in Gmünd in Kärnten. Dazu zeigt er viele Fotos von den [...]