Archiv für November, 2009
Perchtenläufe…
rechtzeitig,- kurz nach den Sommerferien beginnen bei uns die traditionellen Perchtenläufe. Perchtenläufe (Krampusse) haben sich bei uns sehr gut etabliert, und zwar deswegen, - weil seit Abschaffung der Prügelstrafen und der “gesunden Ohrfeigen” haben scheinbar Kinder und Jugendliche das Bedürfnis, sich Prügel und das obligatorische “Durchhauen” auf der Strasse von den Krampussen oder eben Perchten zu holen. Ja, da sind wir Erwachsene wieder einmal irgendwelchen “Erziehungsexperten” gehörig auf den Leim gegangen. Kinder und Jugendliche wissen eben selbst am besten, was sie scheinbar brauchen… (siehe Brauchtum, etc..)
Und weil eh schon fast jeder einen Perchtenlauf organisiert, stand auch ich nicht an und veranstaltete einen Perchtenlauf in der Burg. Zwei edle Krampusse,- einer mit einer Maske aus Pappmaché und einer mit einer besonders schönen Maske,- vom edlen Schnitzer Robbie höchstselbst mittels einer Motorsäge und anschliessendem Feinschliff mit Schmirgelpapier gefertigt,- jagten durch die Burg, -verfolgt von einer Meute Jugendlicher, welche nach Prügel und “Durchhauen” lechzten. 90 % waren Mädchen und ca. 10 % Buben.(Für Statistiker!)


und weil heute der erste Advent ist, habe ich auch,- wie es sich gehört (siehe Brauchtum) eine Kerze angezündet.

nun bin ich ein paar Tage wech,- aber nicht verzagen während diesen Tagen, -es gibt noch andere schöne Dinge im Leben. Eben! Liebe Grüße und bis demnächst! Luk.
WeinKulinarium…
wie immer, im Herbst, veranstalten der Peter Gigler (Vinothekar und Bankdirektor) und ich (Burgwirt mit Geist und Herz) am Freitag, 27. November eine Weinverkostung mit einem bekannten Winzer aus Österreich. (Weingut Wachter Wiesler aus Deutsch Schützen) mit Christoph Wachter als profundem Kenner seiner Weine, welche er auch persönlich präsentieren und kommentieren wird. Und es gibt passend dazu ein tolles Menü aus unserer Burgküche.

MENÜ
Jacobsmuschel auf Blunz´n Gröstl
Topinambur Schaumsuppe
Wolfsbarsch auf Limetten Risotto
Rehfilet im Speckmantel mit Schupfnudeln, Wildjus, Sauerkirsch Espuma
Kürbiskern Parfait mit Crème Brûlée
Käsehappen

Wir wünschen unseren teilnehmenden Gästen einen guten Appetit und viel Freude beim “Weinverkosten”
Bis demnächst,- Luk.
Wanderung mit dem Burgwirt Teil 2 oder 3…
diesmal habe ich die Batterien meiner Kamera vorsichtshalber voll aufgeladen, bevor ich loszog.

Meine Frau Ula und meine Tochter Luzi konnte ich auch dazu bewegen, ein paar Wanderschritte mit mir gemeinsam zu wagen..

durch diesen schönen “Hohlweg” kamen wir alsbald zu einem abgeforsteten Wald…

wir stellten uns auf einen Baumstumpf und dumpf jodelte ich ins Tal hinab..

aber die Natur kennt kein Erbarmen, sie stellt uns Fallen,- wo sie nur kann

die Preiselbeeren sind ein hartnäckiges Gewächs, sie probieren ihr Wachstumsvermögen überall aus….

auch tolle “LandArtProjekte” ,- von der Natur geschaffen, -gibt es dort oben zu bewundern…

hier wächst zum Beispiel eine Schneeschaufel,- brauchen wir eh bald wieder…

und hier zeigt uns die Natur, das sie schwer auf Draht ist…

Also bis demnächst, (ist ja nun bald vorbei mit der BurgWirtWanderei, weil die Weihnachtsfeiern nahen bald)
LG Luk
Weihnachtskekssaison eröffnet….
da ja schon diese Woche die ersten Weihnachtsfeiern beginnen, müssen wir in unserer Burgküche auch den Backofen anwerfen und diverse Kekssorten backen. Aber dann gleich ein paar tausend Stück…






Hier die fleissige Küchenchefin Ula bei der Produktion…


und hier das “Finish”, der Staubzucker….

Rezepturen und Backanleitungen erfahren Sie bei Ihren Arzt oder Apotheker…. frohe vorweihnachtliche Gefühle und
Bis demnächst,- Luk.
aus der Serie: “…wandern mit dem Burgwirt”…
das zur zeit vorherrschende Kaiserwetter lädt natürlich zum wandern ein. War kurz im Gössgraben drin.

da war schon ein rosafarbener Wegweiser, aber rosa ist mir dann schon ein wenig suspekt vorgekommen, war sicher nicht für mich gedacht, also hab´ ich ihn ignoriert und bin weitermarschiert, -so wie ich es immer mache, -ohne Plan und Ziel.

Nach einem längeren, geraden Fussmarsch ohne Höhen und Tiefen (wollte ja nur Wandern,- nicht Klettern)..

erreichte ich ein kleines Waldstück mit einer netten Mauer im Winterpelz.

Diese Mauer konnte sich leider keinen Pelz leisten, -muss nun mehr oder weniger nackt frieren. Die paar Flechten bringen wärmetechnisch auch nicht viel…

dann sah ich ein trockenes Bachbett, -muss bei den letzten starken Regenfällen ziemlich Wasser geführt haben. Ich liebe trockene Bachbetten, -da findet man meist interessante Steine. Diesmal aber leider nicht, nachdem ich ungefähr einen Kilometer hochgeklettert bin, gab ich entnervt auf.

auch ein paar nette Fusspilze wuchsen entlang des Weges, hab sie aber nicht eingesammelt. Probier ich ein anderes mal aus.

und da,- da wächst doch glatt ein Eisenseil aus der Erde. Eine unterirdische Seilbahn vielleicht???

und hier war der Haken bei der Sache,- eingewachsen steht er da,- und harrt der Gattern, die da kommen mögen.. um sich beim ihm einzuhängen…

und die Natur als Bildhauer hat wieder ein Stück fertig,- der Kopf einer Echse oder so???

am nächsten Tag wollte ich das Kaiserwetter nützen, und wieder am Maltaberg ein paar nette Fotos machen,- aber da, - die Überraschungsmeldung am Display der Kamera,- “wechseln Sie die Batterie”,- und nichts ging mehr. Also müsst Ihr Euch die folgenden Fotos einfach vorstellen. Wunderschön, - Nicht???

dies war das erste und letzte Foto vor dem plötzlichen Batterientod..
Bis demnächst,- Luk
Buch und Jazz Wochenende……..
.. kommendes Wochenende gibt es in der Alten Burg am Freitag eine Buchvorstellung


Buchpräsentation
„Bestes Handwerk - Handwerk, Design, Kunst und Tradition aus Kärnten und Osttirol“
In Zusammenarbeit mit dem Umschau-Verlag hat der Oberkärntner Fotograf Achim Meurer zahlreiche Betriebe, Handwerker und Künstler fotografiert. Ergänzt durch die Texte von H. Makaritzer enstand so ein umfangreicher Überblick über das heutige wirken und schaffen von Kreativen in Kärnten und Osttirol. Das 160seitige Buch zeigt wunderschöne Aufnahmen aus den jeweiligen Entstehungsprozessen und wird Ende November im Buchhandel erhältlich sein.
Am 20. November um 19 Uhr wird das Buch auf der Alten Burg in Gmünd präsentiert vorgestellt. Einige portraitierte Handwerker und Künstler werden anwesend sein und zum Teil Ihre Werke vorstellen. Bilder, die im Buch kein Platz mehr gefunden haben werden per Beamer auf einer großen Leinwand gezeigt.
Eintritt frei!
Achim Meurer ist gelernter Fotograf und Wahlkärntner und betreibt eine kleine Werbeagentur namens Almstudio.
Kontakt:
Almstudio
Achim Meurer
Leoben 4
9861 Eisentratten
0676-7254777
und am Samstag, 21. November, 20.00 Uhr
JAZZKONZERT MIT LEE HARPER & Band

bis demnächst,- Luk.
die Faschaunerin……..
Ich nütze zur Zeit das schöne Wetter zu Wanderungen auf den Maltaberg (mein Lieblingsberg,- kein Wunder, mein Vater stammt ja von dort ab), -also ziehen mich wohl die Gene da hinauf. Da sah ich ihn wieder,- in all seiner Pracht,- den Faschaunerhof, da wo die Eva gleichen namens herkommt, und von ihrer Geschichte gibt´s ein Buch und nun wird auch ein Film darüber gedreht, und in der Burg wird die Gefängnisszene gedreht werden, -hab schon darüber berichtet. Also da steht er…

der prächtige Faschaunerhof,- und der Blick hinunter ist nicht minder prächtig,- zumal im Herbst.

im Roman “Eva Faschaunerin” steht ja schon die ganze Geschichte drin,- der Film wird sich wohl daran halten, aber die wahre Geschichte,- wie es wirklich war, erzähle ich Euch nun mit wenigen Worten.

Die kleine Eva wohnte mit ihren Eltern am bäuerlichen Hof, -hoch oben am Maltaberg, da wo sich die Krähen und Fuchs und auch Hasen gute Nachtgeschichten erzählen. In dieser Idylle wuchs KleinEva zu einer derart wohlgestalteten jungen Frau heran, dasselbst die Maltinger Jungbauern den weiten Weg hinauf nicht scheuten, um der jungen hübschen Bäuerin ihre Aufwartung zu machen. Wie es damals üblich war, brachte man Weihrauch und Myrre mit, und auch selbstgebrannten und Speck natürlich. Das Brot wurde nach einem alten Brauch von der Jungbäuerin selbst gebacken,- und auch an die anwesenden und an ihr interessierten Jungbauern mundgerecht verteilt. ….die weitern Jahre und deren Verlauf überlasse ich Eurer hoffentlich nicht ganz entarteten Phantasie….

und komme gleich zu den letzten Jahren.

In diesem Häuschen, wo die Bauern damals ihre Notdurften verrichteten, war der junge Hörlbauer, ihr junger Gemahl ganz aus dem Häuschen, weil ihm zu Ohren gekommen war, -die junge Eva solle nächtens, -wenn er gerade beim existenzsichernden Kartenspiele in einer bekannten Hütte weilte,- also da solle die junge Eva Besuch von jungen stattlichen Maltinger Jungbauern erhalten. (Wahrscheinlich hatte ihnen die junge Eva die Karten gelegt oder ein wenig mit den Jungs schwarzer Peter gespielt, das war damals ganz lustig). Aber wie damals heissblütige Jungbauern halt so waren, drohte ihr der junge Gemahl mit Liebesentzug und dergleichen, auch ihr extra für ihn selbstgebackenes Brot wolle er ihr verweigern und fortan nur noch dem selbstgebrannten huldigen.

dermassen geschmäht setzte sich die noch recht junge Eva auf diese Bank(Raiffeisenbank gab es damals noch nicht) und sinnte nach Rache. Sie fühlte sich zu recht ungerecht verstanden und auch so behandelt. So behandelt man auch keine junge Jungbäuerin in ihren besten Jahren. Da erblickte sie das Horn, aus welchem ihr auch noch recht junger Gemahl immer seine selbstgebrannten Longdrinks zu sich nahm, -überlegte nicht lange und schüttete ihm das damals gebräuchliche Aphrodisiakum Hittrach hinein. Sie wollte nur eine kleinere Dosis verwenden, gerade soviel, wie er für eine leidenschaftliche Liebesnacht brauchen würde, um ihr bei dieser Gelegenheit zu verzeihen. Das fatale an der Geschichte war dann nämlich, der noch junge Hörlbauer überlegte sich just in jener Nacht, (-da er ja schon lange seinem Weibe mit Liebesentzug “huldigte”), -sie nun von ihrem Leiden zu erlösen und ihr nächtens ordentlich beizuwohnen. Zu diesem Behufe schüttete er etwas von dem damals gebräuchlichen Aphrodisiakum ”Hittrach” in sein Horn, aus welchem er dann ein paar kräftige Schlucke nahm. Wie Zufälle halt manchmal so spielen, spielte der Zufall auch damals auf dem Maltaberg, (-oder war es in Malta, - ist ja egal, -die Geschichte endete fatal) eine fürchterliche Rolle. Und alles kam so, wie es kommen musste….Alles weitere spielte sich dann in Gmünd vor dem auch damals schon nicht ganz heiteren Gericht ab, das seht ihr dann aber in dem Film…. Zumindest kennt ihr jetzt die wahren Hintergründe ein wenig besser…

Hier oben sehen sie das Horn des Grauens und hier unten auch noch die Sichel, mit der Eva einst das Korn geschnitten hatte, um aus den von ihr handverlesenen “Troad” (=Getreidekörner) das Brot für ihren Gemahl zu backen…

und hier die Öffnung, durch welche sich damals die Maltinger Jungbauern zwängten, um zu ihr zu gelangen. (Wegen dem schwarzen Peter, wie ihr inzwischen gut unterrichtet wisst)

und hier noch einmal ein sentimentaler Blick ins Tal hinab, wo auch einst ein schöner, groß gewachsener Jungbauer vom Maltaberg hinab ins Tal schritt und eine junge schöne Maltingerin zur Frau nahm, -meine Mutter,- aber dies ist eine andere Geschichte….

Bis demnächst,- Luk.
P.S.: Hab hier noch eine Internet Adresse mit vielen Wanderungen, auch in der Faschaun.. www.lissiswelt.spaces.live.com
Besuch im Hause Gott..
habe ja schon lange kein Wort zum Sonntag oder so geschrieben, nun ein Nachtrag…für den gläubigen Teil meiner Leser. Wir befinden uns ja doch schon in der besinnlichen Jahreszeit….
Besuch im Hause Gott
Nachdem es mir möglich war
mit dem neuen Hypergedankenantrieb
in Richtung Himmel zu rasen,
um dort Gott einen Besuch abzustatten,-
um „IHN“,- der uns nach seinem Ebenbild geschaffen hat,-
so einiges zu fragen,-
traf ich IHN ziemlich deprimiert an.
Ich fragte IHN, was denn los sei,-
und ER antwortete traurig: „ich weiß zwar, -
dass ich Euch nach meinem Ebenbild erschaffen habe, -
aber wer zum Teufel, hat mich erschaffen?“
und ich sah, dass es IHM dabei nicht gut ging.
Da ich Ihm keine Antwort geben konnte,-
entfernte ich mich leise,-
und raste mittels meines hyperschnellen Gedankenantriebes
wieder nach Hause.
Wie immer,
- ohne Antwort auf meine brennenden Fragen….

hier ein paar Eindrücke der überlichtschnellen Reise…

hier hat auch das Universum Ecken und Kanten….

huch, -ein Engel oder so………..fast hätte ich ihn übersehen, -konnte gerade noch bremsen

und hier schon die Rückreise….
bis demnächst,-Luk.
Burgherbst…
… ja auch in der Alten Burg ist der Herbst eingezogen, man merkt es an der “BesucherFrequenz”, - an den mittlerweile,- trotz Erderwärmung kühleren Aussentemperaturen, -am kalten Atem der Burggespenster, wenn sie ihre Burgrunden drehen, sieht dann aus wie Kondensstreifen. Wie von selber wird man wieder etwas besinnlicher, der Stress hat ja nachgelassen, also muss man sich zwangsläufig mit sich selber auseinandersetzen und dann wieder zusammenrücken, -oder so ähnlich…!

in der Stadt ist soweit alles ruhig, nur die Toten feiern, alles hell erleuchtet dort (linke Seite = Stadt,- rechte Seite = Friedhof)

Herbstnebel und Herbstfarben zeigen ihre Palette….

der Froschkönig blickt ins Land….

auch die Stauden im Burghof bekennen Farbe….

der Burggeist ist schon ganz unruhig, bald ist es Mitternacht, bald kann er wieder fliegen…..

und auch die Gespenster der Stadt fliegen aus, wie man wieder sieht, rechts mehr als links…

es herrscht reges Flugaufkommen, -manchmal kommt es auch zu Kollisionen, geht aber meist glimpflich ab oder aus, der Paul (Kirchgassenarzt) hat ja seine Praxis ganz in der Nähe und mit ein paar Stichen ist alles wieder gut.

Also, bis demnächst und LG Luk
Kommendes kulturelles Highlight in der Burg..
am Freitag, den 13. und Samstag, den 14. November finden in der Alten Burg zwei aufeinander folgende Chansonabende mit Lady Jana Lou statt. Abergläubische Menschen nehmen den Samstag, den 14. November.

Lady Jana Lou Live in Concert. Sie erzählt und singt von erstaunlich großen Gefühlen und Liebhabern….

in der Alten Burg Gmünd…

mit Lukas Schmied, Akkordeon..und Klaus Schlager am Piano…


geh´schau´n und hör´n Sie sich das an..bis demnächst,- Luk.

